Schulzeitverkürzung – Neues vom Runden Tisch

 

Frau Ministerin Löhrmann hatte am 05.05.2014 zum „Runden Tisch Schulzeitverkürzung“ eingeladen, an dem auch die Landeselternschaft Grundschulen teilnahm.

An diesem Tag wurde allen Beteiligten die Gelegenheit gegeben, den eigenen Standpunkt darzulegen. Danach wurde das weitere Vorgehen abgestimmt.

Bis zum Herbst soll eine Empfehlung für das Parlament in drei Arbeitsgruppen ausgearbeitet werden, die sich mit den folgenden Themen befassen:

Arbeitsgruppe 1

  • Welche Form von Ganztag haben wir? Wie sollte der Ganztag in Zukunft sinnvoll gestaltet sein?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Ganztag und außerschulische Aktivitäten zu verbinden?
  • Ausloten möglicher positiver Effekte durch die Umwandlung von Hausaufgaben zu Schulaufgaben.

Arbeitsgruppe 2

  • Entlastungsmöglichkeiten für Schüler in den im Vorfeld definierten 7 Handlungsfeldern.
    http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/Gymnasium/G8G9/Entwicklung/index.html

 Arbeitsgruppe 3

  • G8 wird zurzeit als Ursache verschiedenster Probleme von Schülerinnen und Schülern gesehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse diesbezüglich sind bis jetzt rar gesät. Deshalb sehen wir den Bedarf von fundierter Evaluation.
  • Welche Aspekte müssen untersucht werden?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Welche Folgewirkungen können mögliche Alternativen mit sich bringen?

Als Landeselternschaft Grundschulen bringen wir uns in diesen Prozess als Teilnehmer der Arbeitsgruppen 1 und 3  ein. Uns liegt eine qualitativ gute Beschulung unserer Kinder auch in den weiterführenden Schulen am Herzen. Für entsprechend positive Übergänge setzen wir uns ein. Dabei ist uns wichtig, möglichst alle Aspekte zu beleuchten.

Die oft genannten Probleme wie

  • Überforderung durch das Tempo bei der Vermittlung des Lernstoffes
  • hohe Wochen-Unterrichtszeit
  • zu wenig Freizeit
  • Zunahme der Entwicklung körperlicher und psychischer Erkrankungen
  • erhöhter Leistungsdruck
  • Einschränkung der Familienzeit
  • Verschärfung von Bildungsungerechtigkeit
  • Zunahme der Inanspruchnahme professioneller, kostenpflichtiger Nachhilfe
  • Absenkung des Bildungsniveaus

und andere mehr basieren sicherlich auch darauf, das der Bildungsweg zum Abitur am Gymnasium von den Kindern aktuell in 8 Jahren durchlaufen werden muss.

Wir sehen es aber als unsere Aufgabe, mögliche andere Ursachen mit in den Blick zu nehmen, um für unsere Kinder nicht nur eine Teillösung zu suchen, sondern an einer umfassenden Lösung zu arbeiten. Diese sollte dann gut durchdacht sein und auch umgesetzt werden, da niemandem daran gelegen sein kann, unseren Kindern erneut eine handwerklich schlecht gemachte Reform zuzumuten.

 

— Ihr Team der Landeselternschaft Grundschulen