Pressemitteilung 201304/1 – Grundschuleltern kritisieren Kürzungen bei Vertretungsunterricht

Pressemitteilung der Landeselternschaft Grundschulen NW e.V.

Grundschuleltern kritisieren Kürzungen bei Vertretungsunterricht

Mit großer Sorge reagiert die Landeselternschaft der Grundschulen in NRW (LEGS) auf die in NRW geplanten Kürzungen bei Vertretungslehrkräften. Völlig überraschend kam für die Interessensvertretung der Grundschuleltern die Nachricht, dass die so genannten „Flexiblen Mittel für Vertretungsunterricht“ um 25 Millionen Euro – und damit um die Hälfte des Budgets – gekürzt werden. „Rechnerisch sind das 500 Stellen – und damit ist der Notstand vorprogrammiert“, so Thomas Minor als Vorsitzende der Landeselternschaft der Grundschulen. Schon jetzt beklagen Eltern einen ganz erheblichen Unterrichtsausfall. Durch Krankheit, Schwangerschaft – aber auch durch zusätzliche Aufgaben wie die Durchführung des Sprachtests Delfin 4 fehlen insbesondere in den Grundschulen schon jetzt zahlreiche Lehrkräfte. „Wer die Personaldecke jetzt noch weiter ausdünnt, lässt unsere Kinder im Regen stehen“ so Minor. „Die vielbeschworene „individuelle Förderung“ wird zur leeren Worthülse, wenn Förderunterricht ausfällt, Doppelbesetzungen in integrativen Klassen gestrichen werden, Lehrkräfte im Ganztag fehlen und Praktikanten und Hausmeister Klassen übernehmen müssen.“ mahnt Thomas Minor. Die Landeselternschaft der Grundschulen in NRW fordert die Landesregierung auf, Schulen in die Lage zu versetzen, ihrem Bildungsauftrag nachzukommen. Insbesondere mit Blick auf die Weiterentwicklung zu einem inklusiven Schulsystem darf die „Verlässliche Grundschule“ nicht zu einer „Verlassenen Grundschule“ werden.

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— Ihr Team der Landeselternschaft